Domain für den Blog: Subdomain, Unterverzeichnis oder .blog?
Aktualisiert · 31. Oktober 2026
Für die meisten kleinen Unternehmen ist die beste Domain für den Blog die, die sie schon haben. Nimm ein Unterverzeichnis wie beispiel.de/blog, wenn deine Website das kann, sonst eine Subdomain wie blog.beispiel.de. Beides kostet nichts extra. Eine .blog-Adresse bringt keinen Ranking-Vorteil, und teuer ist die Verlängerung: bei OVHcloud 4,15 € im ersten Jahr, danach 30,93 € im Jahr inklusive MwSt.
Die vier Möglichkeiten im Vergleich
Ein Blog kann unter vier Arten von Adressen liegen. Ernsthaft wählen solltest du nur zwischen den beiden auf deiner eigenen Domain. Die Preise stammen vom 31. Oktober 2026 und ändern sich oft. Sie zeigen, wie Registrare kalkulieren, und sind kein Angebot.
| Variante | Beispiel | Mehrkosten | Passt für |
|---|---|---|---|
| Unterverzeichnis | beispiel.de/blog | Keine | Websites, die einen Blog tragen können |
| Subdomain | blog.beispiel.de | Keine | Websites ohne Blogfunktion, etwa viele Baukästen |
| .blog-Domain | beispiel.blog | 30,93 € im Jahr inkl. MwSt. bei Verlängerung | Einen Blog als eigene Marke |
| Plattform-Adresse | beispiel.wordpress.com | Gratis | Hobbyprojekte, kein Unternehmen |
Subdomain oder Unterverzeichnis: was Google wirklich sagt
Über diese Frage wird viel gestritten, die ehrliche Antwort ist deutlich ruhiger. John Mueller von Google sagte 2017, die Google-Websuche komme mit beidem zurecht, und 2018, Google sehe beides im Allgemeinen gleich. Er ergänzte, er persönlich würde die Dinge möglichst zusammenhalten.
Viele SEO-Fachleute bevorzugen trotzdem das Unterverzeichnis, meist mit dem Argument, dass Links und Reputation an einem Ort bleiben. Es gibt auch Fallstudien, in denen der Traffic nach dem Umzug in ein Unterverzeichnis stieg. Solche Berichte trennen den Umzug aber selten von allem anderen, was sich gleichzeitig geändert hat. Nimm sie als Hinweis, nicht als Beweis.
Einen echten technischen Unterschied belegt Googles Dokumentation. Für das Crawling ist eine Website ein eindeutiger Hostname, also sind beispiel.de und blog.beispiel.de getrennte Websites mit getrenntem Crawling-Budget. Das klingt ernst, bis man liest, für wen die Seite gedacht ist: Websites mit etwa 1 Million Seiten oder 10.000 Seiten, die sich täglich ändern. Ein Blog mit 50 Artikeln muss sich damit nicht befassen.
Ein zweiter Unterschied ist in den Ergebnissen sichtbar. Websitenamen in der Google-Suche gibt es auf Ebene der Domain und der Subdomain, nicht für Unterverzeichnisse. Ein Unterverzeichnis erscheint immer unter dem Namen der Hauptseite, eine Subdomain kann einen eigenen Namen haben oder auf den der Domain zurückfallen.
Die praktische Folgerung: Ist ein Unterverzeichnis leicht machbar, nimm es, denn das ist für dich und für Lesende einfacher. Müsstest du dafür die Website neu bauen oder die Plattform wechseln, nimm eine Subdomain und steck die gesparte Mühe in die Artikel. Was in den Artikeln steht, zählt viel mehr als diese Entscheidung. Taucht deine Website gar nicht auf, liegt das fast nie an der Adresse: Lies zuerst, warum eine Website nicht bei Google erscheint.
Lohnt sich eine .blog-Domain?
Für ein Unternehmen mit eigener Website meist nicht. Registrieren kann sie jeder, Privatpersonen wie Firmen, und Googles Einstiegsleitfaden ist klar in dem, was sie in der Suche bringt. Keywords im Domainnamen haben kaum eine Wirkung, außer dass sie in Navigationspfaden erscheinen, und welche Top-Level-Domain du nutzt, ist Google egal, solange du nicht auf ein bestimmtes Land zielst.
Einen Suchvorteil hat .blog also nicht, dafür drei kleine Kosten:
- Der Preissprung. OVHcloud nennt 4,15 € für das erste Jahr und 30,93 € für die Verlängerung, jeweils inklusive MwSt. Vergleiche die Verlängerung, nicht das erste Jahr, denn die zahlst du ab Jahr zwei.
- Eine zweite Adresse, die du erklären musst. Wer beispiel.de kennt, muss beispiel.blog erst lernen und sieht nicht auf einen Blick, dass es dasselbe Unternehmen ist.
- Eine zweite Website, die du pflegen musst. Sie braucht eine eigene Einrichtung in der Search Console, und dein Menü muss die Leute dorthin schicken. Denk auch an das Impressum: Es muss von dort aus genauso leicht erreichbar sein.
Welche Variante die richtige ist
Vier Fragen klären es für fast jedes kleine Unternehmen. Hör beim ersten Ja auf.
- Noch keine Website? Bau zuerst die Website und setz den Blog hinein. Mehr dazu: Website für Unternehmen erstellen und was eine Website wirklich kostet.
- Läuft deine Website auf WordPress oder einem anderen System mit Blogfunktion? Nimm das Unterverzeichnis. Es ist schon da.
- Läuft sie auf einem Baukasten oder einer Eigenlösung ohne echte Blogfunktion? Nimm eine Subdomain, dann läuft der Blog mit eigener Software und bleibt auf deiner Domain.
- Ist der Blog eine eigene Marke oder Publikation mit eigenem Namen? Nur dann ist eine eigene Domain sinnvoll.
So richtest du einen Blog auf einer Subdomain ein
Eine Subdomain klingt technisch, ist aber nur ein Eintrag bei dem Anbieter, der deine Domain verwaltet. Deine Website bleibt unberührt.
- Wähle den Namen. blog.beispiel.de erwarten die Leute, und er erklärt sich selbst.
- Hol dir das Ziel aus deiner Blog-Software. Sie sagt dir, wohin die Subdomain zeigen muss.
- Melde dich dort an, wo deine Domain verwaltet wird, und öffne die DNS-Einstellungen. Lege den CNAME-Eintrag an, den dir die Software genannt hat.
- Warte, bis er greift, und prüfe, ob der Blog unter der neuen Adresse über https öffnet.
- Verlinke den Blog im Menü und im Footer der Hauptseite. Lesende und Google brauchen einen Weg dorthin.
- Prüfe, ob der Blog eine Sitemap hat, und beobachte ihn dann in der Search Console.
Search Console und ein späterer Umzug
In der Google Search Console umfasst eine Domain-Property die Stammdomain und alle Subdomains, eine einzige Property zeigt also beispiel.de und blog.beispiel.de. Sie braucht die Bestätigung per DNS, also die gleiche Art von Eintrag wie oben. Eine URL-Präfix-Property umfasst nur die genaue Adresse, die du eingibst. Mit einer Subdomain bräuchtest du also eine zweite.
Ein späterer Umzug ist möglich, und genau deshalb darfst du ruhig entscheiden. Beim Wechsel von der Subdomain ins Unterverzeichnis bekommt jeder alte Artikel eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die neue Adresse. Laut Google kosten solche Weiterleitungen keinen PageRank, die meisten Seiten einer kleinen oder mittleren Website ziehen in einigen Wochen um, und die Weiterleitungen sollten mindestens 1 Jahr bestehen bleiben. Zieh aber nicht ohne Grund um: Muellers Rat war, ein Setup zu wählen, das du länger behalten kannst.
Viel schwerer verlässt man eine Adresse: die kostenlose einer Plattform. Sie gehört dir nicht, also hängt die Weiterleitung davon ab, was die Plattform erlaubt. Darum ist das die eine Variante auf dieser Seite, die wir für ein Unternehmen ausschließen würden.
Unser eigener gehosteter Blog nutzt eine Subdomain deiner Domain, weil eine Subdomain mit jeder Website funktioniert, egal womit sie gebaut ist. Auf WordPress oder WooCommerce veröffentlicht Uisdom stattdessen native Beiträge auf deiner Website, das Unterverzeichnis bleibt also möglich. Steht die Adresse, beginnt die eigentliche Arbeit: den Blog richtig aufsetzen und festlegen, wie oft du bloggst.
Häufige Fragen
›Ist eine Subdomain schlecht für SEO?
Nein. Google hat gesagt, dass es Subdomains und Unterverzeichnisse im Allgemeinen gleich sieht. Viele SEO-Fachleute bevorzugen Unterverzeichnisse, aber ein Blog auf einer Subdomain deiner eigenen Domain ist eine solide Wahl, wenn deine Website keinen tragen kann.
›Hilft eine .blog-Domain beim Ranking?
Nein. Laut Google haben Keywords in der Domain kaum eine Wirkung, und die Top-Level-Domain ist egal, solange du nicht auf ein bestimmtes Land zielst.
›Was kostet eine Domain für einen Blog?
Ein Unterverzeichnis oder eine Subdomain deiner Domain kostet nichts extra. Eine neue .blog-Domain lag bei OVHcloud am 31. Oktober 2026 bei 4,15 € im ersten Jahr und 30,93 € pro Jahr für die Verlängerung, jeweils inklusive MwSt.
›Brauche ich für den Firmenblog eine eigene Domain?
Fast nie. Eine eigene Domain ist sinnvoll, wenn der Blog eine eigene Marke ist. Sonst verteilt sie deinen Namen auf zwei Adressen, ohne Vorteil in der Suche.
›Kann ich mit einer kostenlosen Adresse anfangen und später umziehen?
Das geht, aber die Adresse gehört dir nicht, also hängt der Umzug davon ab, was die Plattform erlaubt. Auf der eigenen Domain anzufangen vermeidet das Problem und kostet nichts extra, wenn du schon eine hast.
›Kann Uisdom den Blog für mich einrichten?
Ja. Uisdom hostet den Blog auf deiner eigenen Subdomain, gestaltet mit Logo, Farben und Schriften deiner Website, oder veröffentlicht auf deiner WordPress- oder WooCommerce-Seite. Rankings verspricht Uisdom nicht, und der erste Artikel ist gratis.
Quellen
- Google Search Central Crawling-Budget optimieren
- Google Search Central Websiteumzug mit URL-Änderungen
- Google Search Central Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung
- Search Console-Hilfe Website-Property in der Search Console hinzufügen
- OVHcloud Preise für .blog-Domains
- Search Engine Journal John Mueller zu Subdomains und Unterverzeichnissen (2018, englisch)