Was kostet ein Blog für Unternehmen?
Aktualisiert · 2. November 2026
Ein Firmenblog mit 4 Artikeln im Monat kostet über eine Textplattform ab etwa 114 Euro, mit einem hauptberuflichen Texter etwa 470 bis 780 Euro und nach der Preisliste einer US-Agentur 600 bis 2.400 Dollar. Selbst schreiben kostet kein Geld, aber rund 13 Stunden im Monat. Automatische Dienste beginnen bei etwa 30 Euro im Monat, und prüfen musst du die Texte trotzdem.
Firmenblog-Kosten auf einen Blick
Damit die Zahlen vergleichbar sind, rechnet die Tabelle überall denselben Auftrag: 4 Artikel im Monat mit je 1.300 Wörtern, nah am Durchschnitt von 1.312 Wörtern aus der Umfrage 2026 von Orbit Media unter 1.042 Content-Marketern. Monats- und Jahreswerte sind unsere Rechnung auf Basis veröffentlichter Sätze, Stand 1. November 2026, ohne Umsatzsteuer. Sie sind Orientierungswerte, keine Angebote.
| Wer schreibt | Pro Artikel | Pro Monat | Pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Du selbst | 3 Std. 20 Min. deiner Zeit | 13 Std. 20 Min. | 160 Stunden |
| Textplattform | ab 29 € | ab 114 € | ab 1.373 € |
| Hauptberuflicher Texter | 117 bis 195 € | 468 bis 780 € | 5.616 bis 9.360 € |
| Agentur (US-Preisliste) | 150 bis 600 $ | 600 bis 2.400 $ | 7.200 bis 28.800 $ |
| Automatischer Dienst (Uisdom, unser Angebot) | etwa 2,30 € | 29,99 € | etwa 360 € |
Woher die Zahlen kommen
Jede Zeile stützt sich auf eine öffentliche Quelle. So kannst du sie prüfen oder durch ein Angebot ersetzen, das du selbst bekommen hast. Eine aktuelle Honorarumfrage für deutsche Texter haben wir nicht gefunden, deshalb sind zwei Werte älter oder aus den USA. Das steht jeweils dabei.
- Du selbst: Laut Orbit Media dauert ein Beitrag im Schnitt 3 Stunden 20 Minuten. Vier Beiträge sind 13 Stunden 20 Minuten im Monat.
- Textplattform: Bei Textbroker liegt der Mindestpreis für eine TeamOrder bei 2,2 Cent pro Wort, Stand der Seite 2021. Das ist die Untergrenze, keine Empfehlung: Gute Texte kosten dort mehr.
- Hauptberuflicher Texter: t3n nannte 2021 für viele hauptberufliche Texter 9 bis 15 Cent pro Wort oder mindestens 30 Euro pro Stunde. Rechne heute eher mit dem oberen Ende und frag konkret nach.
- Agentur: Die US-Agentur WebFX veröffentlicht 150 bis 600 Dollar pro Blogbeitrag. Ihre Content-Pläne kosten 1.800, 3.600 oder 6.000 Dollar im Monat. Ein Retainer deckt meist mehr als das Schreiben ab, also frag, was drin ist. Deutsche Agenturen veröffentlichen selten Preise.
- Automatischer Dienst: Uisdom kostet 29,99 Euro im Monat für 3 Artikel pro Woche, also etwa 13 im Monat.
Kosten, die in keinem Angebot stehen
Die meisten Preise decken das Schreiben ab und wenig mehr. Vier weitere Posten entscheiden, was der Blog wirklich kostet.
- Deine Zeit. Jemand muss die Leistungen erklären, Rückfragen beantworten und Entwürfe freigeben. Wenn eine Prüfung 30 Minuten dauert, eine Annahme, die du durch deinen Wert ersetzen kannst, sind das 2 Stunden im Monat. Google rät auch bei KI-Texten zur Prüfung der Fakten, die Arbeit verschwindet mit Software also nicht.
- Themen. Wer pro Wort bezahlt wird, recherchiert nicht immer, wonach deine Kunden suchen. Kläre, ob die Themenfindung dazugehört, oder nutze den kostenlosen Redaktionsplan-Generator und diese Blog-Themen für lokale Unternehmen.
- Hosting. Hat deine Website schon einen Blog, sind das null Euro. Wenn nicht, kosten die Tarife von WordPress.com 4 bis 25 Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, ohne Steuern. Eine Subdomain deiner eigenen Domain kostet nichts extra: Mehr dazu unter welche Domain für den Blog.
- Bilder und Recht. Kostenlose Stockfotos sind in Ordnung, wenn die Lizenz die gewerbliche Nutzung erlaubt. Prüfe das genau: Abmahnungen wegen Bildrechten sind in Deutschland real. Auch der Blog selbst braucht ein Impressum, wenn er unter eigener Adresse läuft.
Was deine eigene Zeit wirklich kostet
Selbst schreiben wirkt kostenlos. Multipliziere die Stunden trotzdem mit dem, was eine Stunde deiner Arbeit einbringt. Bei 50 Euro pro Stunde sind 13 Stunden 20 Minuten etwa 667 Euro im Monat und 8.000 Euro im Jahr. Das ist fast so viel wie der hauptberufliche Texter aus der Tabelle am oberen Ende.
Das spricht nicht gegen das Schreiben. Eine Physiotherapeutin, die eine Schulterverletzung erklärt, weiß Dinge, die kein externer Texter weiß, und genau das macht einen Artikel lesenswert. Das Problem ist meist die Ausdauer: Im ersten vollen Monat bleibt der Blog liegen. Darum sollte wie oft du bloggst zu den Stunden passen, die du wirklich freihalten kannst.
Wie viel sollte ein kleines Unternehmen ausgeben?
Geh vom Wert eines Neukunden aus, nicht von einer Preisliste. Teile die Jahreskosten durch den Gewinn pro Kunde. Das Ergebnis ist die Zahl der Kunden, die der Blog bringen müsste, um sich zu tragen.
Bei 200 Euro Gewinn pro Kunde braucht es für 360 Euro im Jahr 2 Kunden, für 8.000 Euro im Jahr 40. Bei 5.000 Euro Gewinn pro Kunde, etwa bei manchen Kanzleien oder B2B-Lieferanten, kann auch ein Budget von 9.360 Euro sinnvoll sein. Das hilft dir, den Einsatz zu bemessen, es ist keine Prognose: Niemand kann vorab sagen, wie viele Kunden ein Blog bringt. Plane ein ganzes Jahr ein, denn Artikel brauchen Zeit, bis sie gefunden werden. Wie dieser Kanal funktioniert, steht unter Kunden über Google gewinnen. Artikel sind nur ein Teil davon: Den Rest zeigt was SEO kostet.
- Schreib den Gewinn aus einem typischen Kunden auf.
- Leg fest, wie viele Artikel du pro Monat prüfen kannst. Das ist deine echte Menge.
- Multipliziere den Preis pro Artikel mit dieser Menge und dann mit 12.
- Teile durch den Gewinn pro Kunde und frag dich, ob diese Zahl in einem Jahr erreichbar wirkt.
- Wenn nicht, nimm eine günstigere Lösung oder veröffentliche weniger, statt anzufangen und wieder aufzuhören.
Welche Lösung zu welchem Unternehmen passt
Der Preis allein entscheidet nicht. Ein billiger Artikel, der wiederholt, was zehn andere Seiten sagen, ist wenig wert, ein teurer genauso. Googles Hinweis gilt für alle: KI darf helfen, aber massenhaft erstellte Seiten ohne Mehrwert können gegen Googles Spamrichtlinien verstoßen. Egal was du kaufst, jeder Artikel sollte Fakten aus deinem Unternehmen enthalten.
- Schreib selbst, wenn es dir liegt und du jede Woche ein paar Stunden schützen kannst.
- Nimm einen Texter, wenn dein Thema speziell ist, ein Kunde viel wert ist und du gut briefen kannst.
- Nimm eine Agentur, wenn du auch Strategie und Berichte brauchst und das Budget ein volles Jahr trägt.
- Nimm eine Textplattform, wenn das Budget klein ist und du klare Briefings schreiben und Texte nacharbeiten kannst.
- Nimm einen automatischen Dienst, wenn die Alternative gar kein Blog ist und du Zeit zum Prüfen hast.
- Bevor du zahlst, sorge dafür, dass der Blog ein Zuhause hat. Ist die Website noch nicht fertig, lies was eine Website kostet und wie du einen Firmenblog erstellst.
Häufige Fragen
›Was kostet ein Blogartikel?
Bei 1.300 Wörtern ab etwa 29 Euro auf einer Textplattform und 117 bis 195 Euro beim hauptberuflichen Texter, gerechnet mit den 2021 genannten 9 bis 15 Cent pro Wort. Eine US-Agentur veröffentlicht 150 bis 600 Dollar pro Beitrag.
›Kann ein Firmenblog kostenlos sein?
Die Software schon, wenn deine Website bereits einen Blog hat. Das Schreiben kostet trotzdem Zeit: im Schnitt 3 Stunden 20 Minuten pro Artikel laut der Umfrage 2026 von Orbit Media.
›Was kostet ein Blog im Monat?
Bei 4 Artikeln von etwa 114 Euro über eine Textplattform bis etwa 780 Euro beim hauptberuflichen Texter. Dazu kommen deine Zeit zum Prüfen und eventuell Hosting von 4 bis 25 Dollar im Monat.
›Pro Wort oder pro Artikel bezahlen?
Pro Artikel lässt sich besser planen und belohnt kein Füllmaterial. Der Wortpreis hilft beim Vergleich. Kläre in beiden Fällen, ob Recherche, Korrekturen und Themen enthalten sind.
›Rankt ein teurer Artikel besser?
Nicht von selbst. Google bewertet, ob ein Inhalt hilfreich ist, nicht, was er gekostet hat. Einen Entwurf kannst du mit der kostenlosen SEO-Artikel-Analyse testen.
›Was kostet Uisdom?
29,99 Euro im Monat für 3 Artikel pro Woche, veröffentlicht auf deiner Website oder auf einem gehosteten Blog auf deiner eigenen Subdomain. Der erste Artikel ist gratis und ohne Zahlungsdaten. Rankings verspricht Uisdom nicht.
Quellen
- Textbroker TeamOrder: Mindestpreis pro Wort
- t3n Texter-Preise (2021)
- Orbit Media 2026 Blogging Statistics
- WebFX Content marketing pricing
- Google Search Central Generative KI-Inhalte auf deiner Website
- WordPress.com Plans and pricing